{"id":3544,"date":"2025-12-22T10:56:18","date_gmt":"2025-12-22T09:56:18","guid":{"rendered":"https:\/\/thekaddl.com\/?p=3544"},"modified":"2025-12-22T11:04:23","modified_gmt":"2025-12-22T10:04:23","slug":"bye-bye-cssl-endlich-offiziell-abschied-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thekaddl.com\/?p=3544","title":{"rendered":"Bye bye CSSL &#8211; endlich offiziell Abschied nehmen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach vier Jahren und acht Monaten endet mit dem Jahr 2025 mein Vertrag mit der Conservation Society of Sierra Leone und meine Entsendung durch Brot f\u00fcr die Welt. Nach \u00fcber vier Jahren hei\u00dft es nun offiziell emotional und mental Abschied zu nehmen. Da ich schon seit eineinhalb Jahren in Deutschland bin und nicht mehr in Sierra Leone war, k\u00f6nnte man meinen, der Abschied liegt schon hinter mir, aber weit gefehlt. Ein Teil von mir war immer auch ein bisschen in Salone. Ein Teil von mir hatte noch nicht ganz damit abgeschlossen, nicht doch noch f\u00fcr ein paar Monate zur\u00fcckzugehen und meinen Vertrag vor Ort zu beenden. Eigentlich ging mein Vertrag bis Ende Mai 2026.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun sitze ich im Zug auf der Heimfahrt meines Debriefing \/ meiner Abschlusssupervision. Die letzten Tage habe ich ganz bewusst f\u00fcr mich genutzt und reflektiert, was war, was bleibt, was will ich zur\u00fccklassen und was will ich mitnehmen in die Zukunft? Wer war ich und wer bin ich? Die letzten Wochen haben viele Bilder und Gef\u00fchle hervorgebracht, die ich eigentlich schon hinter mir gelassen dachte. Seit ich Mitte November erfahren hatte, dass mein Vertrag vorzeitig mit dem Jahr endet, setzten sich offensichtlich unterbewusste Prozesse in Bewegung. Auf einmal wachte ich wieder h\u00e4ufig auf mit dem Wunsch, in meinem Bett in Freetown aufzuwachen, unter meinem Moskitonetz, auf meiner bunten Gara-Bettw\u00e4sche, leicht verschwitzt von der Hitze der Nacht mit den Ger\u00e4uschen des aufwachenden Morgens in meiner Nachbarschaft. Ich habe mich wieder \u00f6fter auf einen meiner Balkone gew\u00fcnscht, morgens auf den K\u00fcchenbalkon mit meinem Kaffee in der Hand, die Western Grey Plantain Eater (V\u00f6gel) zu beobachten, wie sie von Palme und zu Palme und weiter zum n\u00e4chsten Baum flogen &#8211; immer gemeinsam. Abends stellte ich mir vor, heimzukommen, auf meinen Urwaldbalkon, ein Gl\u00e4schen Wein zu trinken beim Schein der Lichterkette mit Blick in die H\u00fcgel und auf das Meeresdelta, Lastschiffe zu beobachten und den Blick schweifen zu lassen. Ich hatte auf einmal wieder Sehnsucht nach meinem Alltag in Sierra Leone, mit Wochenenden am Strand, Italian Dinners bei FreundInnen, Abenden in Mango Peak oder einer Strandbar. Ich vermisste mein Auto und die Fahrten durch den Verkehr Freetowns, die Fahrten \u00fcber Land, meine internationale Normalit\u00e4t. Ich war auf einmal wieder traurig \u00fcber alles, was ich zur\u00fcckgelassen habe. Ich vermisste die Projektbesuche mit meinen KollegInnen, die Ausfl\u00fcge ins Land, das gute Seafood, das Welcome, beim Ankommen in bestimmten locations, soviele Menschen, von denen ich mich nicht verabschieden konnte. Und gleichzeitig wei\u00df ich auch, es ist kein Abschied f\u00fcr immer. Nat\u00fcrlich werden wir Sierra Leone in der Zukunft besuchen. Aber dann werde ich Touristin sein. Dann werde ich in einer ganz neuen Rolle dort sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Abschied: zwischen Erleichterung und Trauer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer h\u00e4tte gedacht, dass nach eineinhalb Jahren, der Abschied noch so stark sein wird. L\u00e4ngst bin ich wieder angekommen in meiner \u201calten\u201d Welt in Deutschland. Gef\u00fchlt war ich nie weg. Zu normal ist es, dass ich wieder da bin. Der Sturm, der in mir w\u00fctete, letztes Jahr, als klar war, ich kann nicht mehr zur\u00fcck, hat sich schon vor Monaten gelegt. Es blieb nur ein Ziehen. Und jetzt kann auch das Ziehen enden und Platz machen f\u00fcr etwas Neues.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Abschlusspr\u00e4sentation f\u00fcr Brot trug den Titel \u201c5 Jahre CPS bei CSSL &#8211; Plan vs. Realit\u00e4t und was bleibt\u201d. Vieles lief ja vor Ort immer anders als geplant. Und nat\u00fcrlich lief insbesondere meine zweite Vertragszeit mit der Schwangerschaft und meiner Nicht-mehr-Ausreise alles andere als geplant. Plan vs. Realit\u00e4t bleibt vielleicht auch weiterhin der Titel meines Lebens. Wobei ich versuche vom Planen Abstand zu nehmen \ud83d\ude09 das haben mich die letzten zwei Jahre gelehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei meiner Abschlusssupervision durfte ich meine Zeit von Vorbereitung\/Ausreise bis heute malen. Es kam ein wundersch\u00f6nes Kunstwerk dabei heraus. Am Anfang steht eine von mir k\u00fcnstlerisch interpretierte Version meines ersten Fotos aus Sierra Leone. Das Selfie, das ich nach meiner Ankunft auf meinem Hotelzimmerbalkon gemacht habe, Palmen im Hintergrund, mein Gesichtsausdruck: gl\u00fcckliche Vorfreude. Ich habe mich sehr gerne an dieses Foto erinnert. Ich bin froh, dass ich es habe. Es spricht f\u00fcr mich genau diese Gef\u00fchle der ersten Tage und Wochen. Diese spannende erste Zeit, mit all den ersten Malen, dem Entdecken und &#8211; fast vergessen &#8211; in den ersten Tagen habe ich ja schon meinen ersten John kennengelernt, meinen lieben Freund John Daniel, der Inder. Vielleicht erinnert ihr euch an ihn. Ich habe ihn tats\u00e4chlich letztes Jahr in Stuttgart getroffen. Wir sind immer noch in Kontakt. Hier beginnt schon, was bleibt. Freundschaften zu vielen unglaublich tollen Menschen. Und gro\u00dfe Dankbarkeit. Auch r\u00fcckblickend war die Zeit bei CSSL gepr\u00e4gt von vielen Aufs und Abs. Das ist euch nicht verborgen geblieben. Bis zuletzt (ein bisschen habe ich remote gearbeitet) hat sich dieses Wechselbad der Gef\u00fchle nicht aufgel\u00f6st. Oft war ich in den letzten Monaten froh, nicht vor Ort im B\u00fcro zu sitzen. Nach wie vor, hat mir die Arbeit selbst aber Spa\u00df gemacht. Inhaltlich und auch von der Gestaltung des Arbeitsalltags. Die Vielf\u00e4ltigkeit meiner T\u00e4tigkeiten, die vielen learnings, die vielen Kontakte zu Menschen in den D\u00f6rfern, bei Workshops, Networkmeetings und Working groups. Ich vermisse diese Arbeit.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">VIeles vermisse ich jedoch auch nicht. Ich bin so froh, dass ich wieder ich bin. In Sierra Leone hatte ich oft das Gef\u00fchl \u201cso kenne ich mich nicht\u201d. Mit so einer kurzen Z\u00fcndschnurr. Aber die konstante \u00dcberbelastung durch Klima, L\u00e4rm, Ungewissheiten im Alltag hat mein Stresslevel konstant auf einem so hohen Niveau gehalten, dass ich merke, wie entspannt das Leben in Deutschland doch ist &#8211; auch wenn mein Leben in den letzten 1,5 Jahren eigentlich nicht so super entspannt war. Aber ich merke, wie schnell ich es schaffe, mich nach Stressausschl\u00e4gen nach oben wieder zu regulieren und wieder runterzukommen. Den L\u00e4rm, den Dreck, die Luftverschmutzung, den M\u00fcll \u00fcberall, die zerst\u00f6rte Natur, all das vermisse ich nicht. Ich bin dankbar, dass ich nicht mehr im extremen Spannungsfeld zwischen Reichtum und Armut lebe. Ich wei\u00df, extreme Armut gibt es, globale Ungerechtigkeiten haben ein unglaubliches Ausma\u00df, ich bin unendlich priviligiert durch meine Geburt, meine Kindheit und Jugend in Deutschland, in Frieden und relativem Reichtum. In Sorgenfreiheit, Freiheit und Sicherheit. Ich habe (zum Gl\u00fcck) all die Jahre in Sierra Leone nie die Augen verschlie\u00dfen, nie genug innere Distanz aufbauen k\u00f6nnen, von den Ungerechtigkeiten, die ich t\u00e4glich sehen und f\u00fchlen musste, von der Armut, der Perspektivlosigkeit, der Ungleichheit und des Machtmissbrauches. Ich wei\u00df, all das ist noch da, aber ich bin nicht mehr 24\/7 damit konfrontiert. Die Herausforderungen des Alltags in Deutschland haben eine ganz andere Qualit\u00e4t. Trotz all der Schwierigkeiten und Herausforderungen, die in den letzten 1,5 Jahren auf meinem Weg waren und immer noch sind, ich kann mit ihnen umgehen und ich wei\u00df, die meisten sind zeitlich begrenzt. Das ist ein gro\u00dfer Unterschied. Da ist eine Perspektive f\u00fcr die Zukunft, dass sie anderes wird. Und Hoffnung, dass diese andere Zukunft \u201cbesser\u201d und leichter werden kann.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich bin auch sehr froh, wieder Teil der Mehrheitsgesellschaft zu sein. Es ist sehr anstrengend, immer anders zu sein, nie dazuzugeh\u00f6ren, immer als anders gesehen, gelesen und behandelt zu werden. Wer es nicht selbst erlebt hat, kann nicht f\u00fchlen was ich meine. Wie entspannt es ist, in Deutschland Bus zu fahren, durch die Stadt zu schlendern, in ein Restaurant zu gehen, ohne wahrgenommen zu werden.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was bleibt, was nehme ich mit, was lasse ich da?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nehme viele wunderbare Erlebnisse mit, viele Erinnerungen in denen ich gro\u00dfe Dankbarkeit und Gl\u00fcck in meinem Herzen f\u00fchle. Es gibt ein paar Erinnerungen an Momente vollkommener Freiheit. Ich habe mich in Deutschland nie so frei und selbstbestimmt gef\u00fchlt wie manchmal in Sierra Leone. Dieses Gef\u00fchl nehme ich mit und bin gespannt, in welchen Situationen ich es in Zukunft f\u00fchlen werde. Ich habe neue FreundInnen f\u00fcrs Leben gefunden. Ein paar habe ich dieses Jahr in Italien besucht. Das Wiedersehen war, als h\u00e4tten wir uns erst eine Woche zuvor gesehen. Nat\u00fcrlich habe ich auch gute sierra leonische FreundInnen zur\u00fcckgelassen, bei denen ich mich sehr auf ein Wiedersehen freue, wenn ich das n\u00e4chste Mal dort hin. Mariama meine Kollegin hat mich immer unterst\u00fctzt, Abdul und Betty haben mir so viel beigebracht und mich Teil ihres Lebens werden lassen. Das ist nicht selbstverst\u00e4ndlich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nehme viel Klarheit mit, dar\u00fcber, was ich in der Zukunft m\u00f6chte und was nicht. Ich nehme nat\u00fcrlich meine V\u00f6gel mit. Auch wenn ich noch immer kaum deutsche V\u00f6gel bestimmen kann, eines Tages werde ich sie alle kennen. Ich nehme die wundersch\u00f6ne Gewissheit mit aus dieser Zeit, dass meine Freundschaften in Deutschland mir f\u00fcr immer bleiben werden. Die gro\u00dfe Distanz, die unterschiedlichen Lebensrealit\u00e4ten, die unterschiedlichen Lebenswege hatten keinen negativen Einfluss auf diese engen Bindungen. Dar\u00fcber bin ich sehr gl\u00fccklich. Ich f\u00fchlte mich sofort wieder zuhause mit ihnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nehme so viele Erfahrungen mit aus dieser Zeit, ich kann es nicht in Worte fassen. Mir kommen die ganze Zeit einzelne szenenhafte Momente und Bilder in den Kopf. Es ist die Summe all dieser Erfahrungen und Erlebnisse, die diese Zeit so wertvoll macht. Ich bin so dankbar, dass einige wichtige Menschen mich besucht haben und auch, dass ich Freundschaften in Deutschland aus Sierra Leone habe, mit denen ich meine Erinnungen teilen kann. Die verstehen, was ich meine, wenn ich von meiner Wohnung, vom Strand, vom Verkehr, von den Ger\u00e4uschen, den Ger\u00fcchen, den Sinneseindr\u00fccken rede. Danke, dass ihr diese Reise auf euch genommen habt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich nehme auch die Freundschaft zu einem besonderen Menschen mit in mein weiteres Leben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich hier \u00fcberhaupt \u00fcber seinen Tod berichtet hatte. Ich hatte damals kaum Worte f\u00fcr das, was passiert ist. Mein lieber und bester Freund John (nicht John Daniel, \u00fcber den ich weiter oben geschrieben habe, ein anderer John), my dear John ist im April 2024 gestorben. Die Umst\u00e4nde seines Todes waren das Traumatisierenste, was ich jemals erlebt habe. Es war eine schlimme Zeit. Da ich seine engste Bezugsperson war, habe ich mich gemeinsam mit guten Freunden, um alles gek\u00fcmmert. Ich war in Kontakt mit seiner Mutter in UK, wir haben seine Wohnung aufgel\u00f6st, seine Sachen aussortiert, uns um die n\u00f6tigen Dokumente bei den Beh\u00f6rden gek\u00fcmmert &#8211; ich f\u00fchlte mich wie bei Asterix und Obelix. Ich erinnere mich noch gut, dass ich beim Chef der \u201cBirth and Death Registration\u201d im B\u00fcro sa\u00df und John registrieren musste (er hatte sich nie in Sierra Leone offiziell angemeldet), wof\u00fcr ich von seiner Mutter eine Vollmacht anfragen musste, nur um ihn dann f\u00fcr tot erkl\u00e4ren lassen zu k\u00f6nnen, damit wir das Death Certificate erhalten w\u00fcrden, welches wir nat\u00fcrlich f\u00fcr die Repatriation ben\u00f6tigten. Und w\u00e4hrend ich da in diesem B\u00fcro sa\u00df, erhielt ich die Fotos der Beerdiungsfeier meiner Oma aufs Handy und lie\u00df die Tr\u00e4nen laufen. Eine absolut absurde Situation. Nun sitze ich Monate sp\u00e4ter im ICE und die Tr\u00e4nen flie\u00dfen wieder. Ich versuche auch diese verr\u00fcckte Zeit abschlie\u00dfen. Am Ende mussten wir John ein\u00e4schern lassen, da ein R\u00fccktransport der Leiche zu teuer gewesen w\u00e4re. Die einzige Ein\u00e4scherungsm\u00f6glichkeit in Sierra Leone ist mit der indischen Gemeinde. So hatten wir ein hinduistisches Verbrennungsritual, was ihm bestimmt gefallen h\u00e4tte. Ich schreibe das nun als Teil meiner Verarbeitung. Weil ich gerne das Belastende aus der Zeit in Sierra Leone und danach gerne zur\u00fccklassen m\u00f6chte. Ich m\u00f6chte aber die sch\u00f6nen Erinnerungen mitnehmen. Es ist schade und manchmal immer noch traurig, wenn ich bei Insta etwas Witziges sehe und es nicht mit John teilen kann oder dass wir weder \u00fcber Trumps zweite Amtszeit, noch \u00fcber den Gazakrieg oder den Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha sprechen k\u00f6nnen. Ich finde es auch schade, dass er Nelio nicht kennenlernen konnte, aber er w\u00e4re ein toller Onkel f\u00fcr ihn gewesen. John war in Sierra Leone mein bester Freund, fast von Anfang an. Ich habe ihn schon im August 2021 kennengelernt. Wir waren so eng, dass wenn nur einer von uns zu einer Feier eingeladen war, der andere immer mitgemeint war. Ich bin dankbar f\u00fcr diese Freundschaft und dass ich am Ende bei ihm war und wir die Dinge hoffentlich in seinem Sinne geregelt haben. Und jetzt lasse ich alles Schwierige hier und nehme die Neugierde auf die Welt mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun wurde es doch emotionaler als erwartet. Aber anscheinend musste es raus. Auf meinem \u201cGem\u00e4lde\u201d \u00fcber meine Zeit in Salone und danach, ist nat\u00fcrlich auch der Tod von John abgebildet, aber auch dass ich mich in dieser Zeit ganz wunderbar getragen und gest\u00fctzt gef\u00fchlt habe von guten Freunden. Ich nehme dieses Gef\u00fchl sehr gerne mit, das Gef\u00fchl und das Wissen, dass ich in schwierigen Zeiten nicht alleine bin und aber auch, dass ich schwierige Zeiten gut \u00fcberstehen kann und mir selbst gut helfen kann. Selbstwirksamkeits\u00fcberzeugung nennt man das in der Psychologie wie ich jetzt gelernt habe. Das Wort habe ich mir extra notiert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So gehe ich ganz klar gest\u00e4rkt und mit mehr Selbstwirsamkeits\u00fcberzeugung aus dieser aufregenden, spannenden, oft sehr frustrierenden und emotionalen Zeit heraus, die zugleich auch so viele zauberhafte Momente hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mit Mut und Zuversicht in die Zukunft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das letzte Bild auf meinem Reflexionsgem\u00e4lde ist wieder ein \u201cSelfie\u201d, eines, das es aber nicht als Foto gibt. Diesmal sind meine Augen nicht ganz so weit aufgerissen vor Vorfreude und Neugierde, sie sind eher entspannt, sie blicken in die Zukunft, mit Nelio in meinem einen Arm und meinem Laptop im anderen. Ich bin bereit f\u00fcr das neue Jahr und was es bringt, einen neuen Job, viele neue zuk\u00fcnftige Erinnerungen. Ich hoffe auf Gelassenheit und wei\u00df jemanden an meiner Seite, der mir Ruhepol ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meinen Leitspruch f\u00fcr meine Zeit in Sierra Leone \u201cMay your choices reflect your hopes and not your fears\u201d soll mich auch weiter begleiten, so dass ich voller Zuversicht und Mut ins neue Jahr starten kann. Und das Gleiche w\u00fcnsche ich auch euch. Nun w\u00fcnsche ich uns allen aber zuerst einmal eine ruhige \u201cZwischenzeit\u201d, in der wir das Alte abschlie\u00dfen k\u00f6nnen, Unbeendetes ruhen lassen und offen werden f\u00fcr Neues.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Sinne: sch\u00f6ne Weihnachtstage und einen guten \u00dcbergang ins neue Jahr euch allen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach vier Jahren und acht Monaten endet mit dem Jahr 2025 mein Vertrag mit der Conservation Society of Sierra Leone und meine Entsendung durch Brot f\u00fcr die Welt. 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