Mit einem großen Dank an Frau L. bekommt ihr heute mal wieder positive vibes und hoffnungsvolle News aus Sierra Leone. Nachdem in den letzten Wochen wiederholt negative Schlagzeilen aus Sierra Leone in den deutschen Medien waren, heute mal etwas Positives. Vor ein paar Wochen gab es in der Süddeutschen Zeitung einen langen Artikel über die Droge Kush und wie schlimm ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft in Sierra Leone sind. Vor ein oder zwei Wochen dann ein langer Artikel über das Verheiraten von Minderjährigen. Natürlich freue mich einerseits, wenn das kleine unbedeutende Sierra Leone es in die deutschen Hauptmedien schafft, aber es macht mich auch jedes Mal traurig und etwas wütend, wenn immer so ein negatives Bild gemalt wird. Ja, es gibt immer auch hoffnungsvolles in diesen Artikeln, aber hängen bleibt Droge, Perspektivlosigkeit, Misshandlung von Mädchen, Missachtung von Kinderrechten…
Und ja, die Lebensrealitäten sind ja hart, es werden immer noch viel zu viele Mädchen jung verheiratet, Kush ist ein ernsthaftes Problem für die Gesellschaft, aber ab und an ist es doch schön, auch mal etwas Positives zu hören aus Westafrika.
Vielen Dank also an meine liebe Frau L., die mir den Link zu der Doku unten auf Arte.tv geschickt hat. Bevor ihr euch die Doku nun anschaut, noch ein paar persönliche Worte dazu.
Erstens muss ich zugeben, die Doku hat ganz große Sehnsucht in mir hervorgerufen. Vielleicht liegt es auch am trüben Wetter in den letzten Tagen hier in Nürnberg, aber meine Sehnsucht nach Sonne auf der Haut, Wärme, Meer und Sierra Leone war schon lange nicht mehr so groß. Zu gerne hätte auch ich etwas von den Casava Leaf gegessen.
Zweitens hat mich die Doku sehr erfreut. Weil: ganz viele Drehorte sind eng mit meiner Zeit in Sierra Leone verbunden. Die eine Frau, deren Geschichte vorgestellt wird, wohnt im Stadtteil CongoTong. In diesem Stadtteil war mein Büro, das heißt, ich war da quasi täglich unterwegs.
Natürlich habe ich auch den Straßenmarkt im Stadtzentrum erkannt, auf dem die Kamera sich auch bewegt.
Ein weiteres Stadtviertel, das genannt wird, ist Barbadori, dort habe ich in den ersten Wochen im AirBnB gewohnt. Also auch eine wichtige Location für meine Sierra Leone Erinnerung.
Es wird immer besser! Ich sag es euch. Der Strand, an dem das eine Shooting stattfindet, Tokeh Beach, gehört natürlich zu den schönsten Stränden des Landes und ist auch mir mehr als bekannt. Weißer Sand, Liegen unter Palmen, wunderbar blaues Meer und sanfte Wellen. I miss it. Aber: Ich war nicht so oft in Tokeh, da der schönste Strandabschnitt in Libanesischer Hand ist und aus meiner Sicht nicht so nett geführt wurde.
Und jetzt kommt´s. Das Event am Ende der Doku findet im Toma statt. Ein Club, der auch des Öfteren auf meinem Heimweg lag und dafür sorgte, dass ich die ein oder andere Nacht später als geplant im Bett landete. Das Toma befindet sich nämlich nicht einmal 100m Luftlinie von meinem Haus. Und: mein Haus ist in der Doku kurz sichtbar, der blauer Pfeil unten zeigt auf meinen Balkon. Wer aufpasst, sieht es am Ende, wenn die Drohne hochfliegt.

Eine Sache noch, bevor ihr auf Play drückt: Der Film ist schon ein paar Jahre alt, da der Cotton Tree noch steht, der im Mai 2023 bei einem Unwetter zerstört wurde.
Ach und noch eine letzte Sache, natürlich kenne ich auch die eine Dame, die bei dem Event in der ersten Reihe sitzt, persönlich. War ja klar… Freetown, das Dorf.
Jetzt wünsche ich euch, unterhaltsame und farbenfrohe 42 Minuten. Es geht um bunte Mode made in Sierra Leone.

Das Video ist bis 15.5.2026 abrufbar. Ich kann das Video leider nicht einbinden, ihr müsst auf diesen Link klicken:
https://www.arte.tv/de/videos/109394-000-A/traeume-aus-stoff-modemacherinnen-in-sierra-leone
Alle, die sich das Video angeschaut haben: ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht und ihr konntet Farben, positive vibes, Sonne und Salone Feeling aufsaugen. Wie schön, einfach mal wieder sattes Grün an Bäumen zusehen…
Und damit ihr auch noch was zum Schmunzeln habt, bekenne ich mich hiermit als stolze Besitzerin mehrerer Gara-Produkte. Ja, auch ich habe ein „Sako“ mit Rock und drei Gara-Blusen in meinem Schrank hängen. Meine gegenüber Nachbarin hatte auch einen Workshop besucht und mir dann eine meiner weißen Blusen eingefärbt in schönem leuchtendem Orange. Ich selbst hätte vor fünf Jahren nicht gedacht, dass ich bald Batik Klamotten tragen würde. Das hört sich einfach viel zu sehr nach Zeltlager in den 1990ern an. Aber ich muss zugeben, die Wickeltechniken der Gara-Damen in Sierra Leone sind etwas ausgefeilter als unsere damals im Zeltlager. Und was mich am meisten freut, ich habe selbstverständlich auch mehrere Sets Gara-Bettwäsche. Was gibt es Schöneres als auf bunten Matratzen zu träumen. Beim nächsten Bettwäschewechsel kommen auf jeden Fall mal wieder meine Garas zum Einsatz. Ich freue mich schon!
In diesem Sinne wünsche ich euch eine farbenfrohe Zeit, Sonne im Herzen und positive Gedanken.
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